Senkköpfe sind kleine CNC-Bearbeitungsmerkmale, die einen erheblichen Einfluss auf die Montagequalität haben. Sie ermöglichen es, dass Schrauben mit flachem Kopf bündig oder leicht unterhalb der bearbeiteten Oberfläche sitzen. Dadurch bleiben Abdeckungen, Halterungen, Paneele, Gehäuse, Vorrichtungen und Präzisionsplatten glatt, kompakt und sicher zu handhaben. Obwohl dieses Merkmal wie eine einfache Abschrägung aussieht, dient es nicht nur der Dekoration. Ein Senkkopf muss zum tatsächlichen Schraubenkopf, einem vorgeschriebenen Winkel, einem Pilotloch sowie einer definierten Sitzbedingung passen. Dieser Blog erklärt das Merkmal aus Design- und Fertigungssicht, damit Ingenieure und Einkäufer kundenspezifische CNC‑gefertigte Teile klarer spezifizieren können.
Was ist ein Senkkopfbohrung?
Ein Senkkopf ist ein Loch mit einer konischen Öffnung, die um den oberen Rand herum bearbeitet wird. Die konische Sitzfläche ist für die kegelförmige Unterseite einer Flachkopfschraube ausgelegt, sodass der Schraubenkopf bündig mit der umgebenden Oberfläche abschließt. Bei der CNC‑Bearbeitung wird dieses Merkmal in der Regel nach dem Bohren des Pilot‑ oder Freiraumlochs hinzugefügt. Entscheidend ist, dass ein Senkkopf eine präzise, kontrollierte Befestigungssituation darstellt und nicht lediglich eine kosmetische Kantenabschrägung ist.

Grundlegende Geometrie
Die Geometrie umfasst den Durchmesser des Pilotlochs, den Einschaltwinkel des Senkkopfs, den Hauptdurchmesser des Senkkopfs sowie die Tiefe. Das Pilotloch sorgt für ausreichend Platz für den Schaft der Schraube, während der Konus den Kopf stützt. Ist der Senkkopf zu flach, bleibt die Schraube sichtbar; ist er zu tief, kann die Schraube zu weit unten liegen und die Festigkeit des Materials rund um das Loch beeinträchtigen.
Unterschied zu einer Fase
Eine Fase entfernt eine scharfe Kante oder bildet eine Einführung. Ein Senkkopf muss jedoch genau auf eine bestimmte Schraube abgestimmt sein. Daher sollten Zeichnungen den Winkel und den Durchmesser des Senkkopfs festlegen, wenn eine bündige Schraubensitzfläche erforderlich ist. Für CNC‑Zulieferer beeinflusst diese Unterscheidung die Werkzeugwahl, die Inspektion sowie die Endmontageprüfungen.
In praktischen CNC‑Zeichnungen wird dieses Merkmal normalerweise nahe der Lochangabe vermerkt, da es von der gewählten Schraube abhängt. Eine klare Kennzeichnung hilft dem Zulieferer, es bei der Endbearbeitung nicht als allgemeine Fase zu behandeln.
Was sind die wichtigsten Merkmale von Senkköpfen?
Das Hauptmerkmal eines Senkkopfes ist seine konische Sitzfläche. Diese Konizität zentriert die Flachkopfschraube beim Anziehen und sorgt dafür, dass der Kopf bündig mit der Bauteiloberfläche abschließt. Außerdem sind Senkköpfe kompakt, da sie die Notwendigkeit eines erhöhten Schraubenkopfs überflüssig machen. Für sichtbare oder gleitende Oberflächen verbessert dies sowohl das Aussehen als auch die Funktionalität. Gleichzeitig macht die gleiche Konizität das Merkmal jedoch empfindlich gegenüber Winkel, Durchmesser, Tiefe und Schraubenvariationen.
Flächenbündige Kontrolle
Bündigkeit ist der Grund, warum viele Konstrukteure Senkköpfe verwenden. Eine bündige Schraube verhindert Störungen durch gleitende Teile, Abdeckplatten, Dichtungen, Verpackungen oder benachbarte Komponenten. In Kundeneinheiten sorgt sie zudem für ein saubereres, maschinell bearbeitetes Erscheinungsbild. Bei wiederholten Lochmustern ist eine gleichmäßige Bündigkeit ebenso wichtig wie die Nenngröße, denn ungleiche Schraubenhöhen lassen ein Produkt schnell schlecht verarbeitet wirken.
Winkel- und Durchmesserempfindlichkeit
Übliche Einschaltwinkel sind 82 Grad, 90 Grad und 100 Grad, doch der korrekte Winkel hängt vom jeweiligen Befestigungsstandard ab. Eine Abweichung kann Lücken, ungleichmäßigen Kontakt oder eine schlechte Schraubensitzlage zur Folge haben. Der Hauptdurchmesser lässt sich oft leichter prüfen als die Kegeltiefe, weshalb viele Zeichnungen einen Senkkopf eher über Durchmesser und Winkel als allein über die Tiefe definieren.
Ein weiteres Merkmal ist die Wiederholbarkeit innerhalb eines Lochmusters. Wenn mehrere Schrauben auf einer Platte sichtbar sind, beurteilen Käufer häufig die Qualität daran, ob alle Köpfe auf gleicher Höhe sitzen und ob die konischen Oberflächen gleichermaßen sauber erscheinen.
Welche Arten von Senkköpfen werden in CNC‑Teilen verwendet?
Senkköpfe lassen sich nach Winkel, Lochbedingungen und Anwendung einteilen. Dies ist wichtig, weil ein Konstrukteur möglicherweise nur “Senkkopf” angibt, während der Maschinenbediener entscheiden muss, welches Werkzeug und welche Prüfmethode am besten geeignet sind. Bei kundenspezifischer CNC‑Bearbeitung reduziert eine klare Klassifizierung Fragen bei der Angebotserstellung und vermeidet falsche Annahmen bezüglich metrischer, Zoll‑ oder spezieller Flachkopfschrauben.
Typen nach eingeschlossenem Winkel
Der eingeschlossene Winkel ist der gesamte Konuswinkel des Senkwerkzeugs. Er sollte dem Schraubenkopf entsprechen und nicht dem für die Werkstatt am praktischsten verfügbaren Fräser. Die nachstehende Tabelle fasst gängige CNC-Senklochtypen und deren konstruktionsbezogene Aspekte zusammen.
| Typ | Typische Anwendung | Konstruktionsaspekt |
| 82-Grad-Senkkopf | Viele Flachkopfschrauben in Zollgröße | Verwenden Sie keinen 90-Grad-Winkel, es sei denn, das Befestigungselement erlaubt dies. |
| 90-Grad-Senkkopf | Viele metrische Flachkopfschrauben | Häufig verwendet, erfordert jedoch weiterhin einen kontrollierten Durchmesser und eine präzise Sitzfläche. |
| 100-Grad-Senkkopf | Dünne Platten oder spezielle Beschläge | Nur sinnvoll, wenn das ausgewählte Befestigungselement dem Winkel entspricht. |
| Senkkopf mit benutzerdefiniertem Winkel | Nichtstandardmäßige Baugruppen | Erfordert explizite Zeichnungsangaben sowie entsprechendes verfügbares Werkzeug. |
Typen nach Lochbedingung
Senkbohrungen können in Durchgangs-, Sackloch-, Gewindebohr- oder Freiraumbohrungen eingebracht werden. Bei Senkbohrungen in Gewindebohrungen ist eine sorgfältige Abfolge erforderlich, da Grate nahe dem Gewindeanfang die Montage beeinträchtigen können. Auch bei dünnen Teilen ist Vorsicht geboten, da ein zu großer Konus zu viel Material rund um das Loch abtragen kann.
Die Anwendung beeinflusst zudem die Auswahl des Typs. Eine Senkbohrung auf einer Gehäuseabdeckung legt möglicherweise Wert auf ästhetische Aspekte, während eine Senkbohrung auf einer Montageplatte eher eine wiederholbare Schraubensitzposition und präzise Positionierung bei häufiger Montage priorisiert.
Für die CNC-Beschaffung hilft diese Klassifizierung zudem bei der Kostenschätzung. Eine Standard-Senkbohrung mit 90 Grad in Aluminium ist routinemäßig, während ein nicht standardmäßiger Winkel, strenge optische Anforderungen oder schwere Edelstahlteile langsameres Schneiden und mehr Prüfungen erfordern können.
Welchen Zweck haben Senkbohrungen?
Der Zweck einer Senkbohrung besteht darin, dass ein Flachkopfschraubverbinder bündig sitzt und dennoch das Bauteil sicher befestigt. Dies löst mehrere praktische Probleme. Ein überstehender Schraubenkopf kann an Händen, Kabeln, Verpackungen oder beweglichen Teilen hängen bleiben. Zudem kann er verhindern, dass eine Abdeckung flach gegen ein anderes Bauteil aufliegt. Daher werden Senkbohrungen zur Gewährleistung von Freiraum, Sicherheit, Ästhetik und kompakter Montage eingesetzt.
Montagefreiraum
CNC-gefertigte Abdeckungen, Montageplatten, Schienen, Führungsplatten und Gehäusepaneele benötigen häufig eine flache Befestigungslösung. Eine senkrecht versenkte Schraube kann unter der Arbeitsfläche liegen und ermöglicht, dass ein anderes Teil darüber gleitet, abgedichtet oder montiert wird. Dies ist besonders nützlich, wenn das Bauteil nur begrenzten Platz bietet oder in ein kompaktes Produktgehäuse eingebaut werden muss.
Aussehen und Handhabung
Durch das Senken kann ein bearbeitetes Teil insgesamt besser verarbeitet wirken, insbesondere bei eloxiertem Aluminium, Edelstahl oder gebürsteten Oberflächen. Zudem lassen sich erhobene Kanten der Befestigungselemente entfernen, die benachbarte Teile zerkratzen oder Handhabungsrisiken verursachen könnten. Der Nutzen hängt jedoch von der Konsistenz ab; daher benötigen Serienteile mit vielen Senkbohrungen eine reproduzierbare Tiefenkontrolle sowie eine ordnungsgemäße Entgratung.
Sie können außerdem passende Bauteile schützen. Wenn eine Abdeckung, Dichtung, Schiene oder Gleitplatte über einen Befestigungsbereich gleitet, verhindert ein bündiger Schraubenkopf lokale Druckstellen und verringert das Risiko von Kratzern oder Montagestörungen.
Sind Senkbohrungen in der CNC-Bearbeitung üblich?
Senkbohrungen sind in der CNC-Bearbeitung sehr häufig, da sie in vielen zusammengebauten Metall- und Kunststoffteilen benötigt werden. CNC-Maschinen ermöglichen eine präzise Kontrolle von Bohrlochposition, Werkzeugtiefe sowie wiederholbaren Mustern und eignen sich daher sowohl für Prototypen als auch für Serienproduktionen. Diese Funktion findet sich in Gehäusen, Paneelen, Spannplatten, elektronischen Gehäusen, Maschinendeckeln sowie in Präzisionskomponenten, wo flache Schraubenköpfe erforderlich sind.
Gängige CNC-Prozesse
Senkbohrungen werden meist durch CNC-Bohren und CNC-Fräsen hergestellt. Ein Bearbeitungszentrum kann zunächst das Vorbohrloch anlegen und anschließend mit einem Senker, einer Fasenfräse, einem Spotdrill oder einem kombinierten Werkzeug die konische Aufnahme erzeugen. CNC-Fräsmaschinen können zudem Kunststoffe und weichere Materialien senken. Drehzentren mit Live-Werkzeugen können diese Funktion ebenfalls realisieren, sofern die Teileausrichtung und der Zugang dies zulassen.
Typischer Bearbeitungsablauf
Eine praktische Vorgehensweise besteht darin, das Loch zu positionieren, das Vor- oder Freiraumloch zu bohren, die Senkung anzufertigen und anschließend bei Bedarf Gewinde zu schneiden oder Oberflächenbearbeitung durchzuführen. Bei Gewindebohrungen sollte die Reihenfolge des Prozesses sicherstellen, dass keine Grate in den Gewindeanfang gelangen. Für sichtbare Oberflächen kann der Zulieferer den letzten Arbeitsgang anpassen, um die Oberflächengüte der konischen Fläche zu verbessern.
Da diese Funktion im selben Arbeitsgang wie das Bohren leicht hinzugefügt werden kann, wird sie häufig bereits während des Hauptbearbeitungszyklus integriert, statt später manuell nachgearbeitet zu werden. Dies erhöht die Wiederholgenauigkeit und macht die Inspektion vorhersehbarer.
Wie werden Senkbohrungen korrekt bearbeitet?
Die korrekte Herstellung einer Senkung erfordert mehr, als lediglich ein größeres Werkzeug auf die Oberseite eines gebohrten Lochs aufzusetzen. Das Fräswerkzeug muss konzentrisch zum Vorbohrloch bleiben, ohne zu schleifen, in der richtigen Tiefe stoppen und eine saubere Kante hinterlassen. Auch das Materialverhalten spielt eine Rolle: Aluminium lässt sich schnell bearbeiten, kann jedoch bei stumpfen Werkzeugen eine hochstehende Kante hinterlassen; Edelstahl neigt dazu, sich zu verhärten, wenn das Werkzeug schleift; Kunststoffe können schmelzen oder sich verziehen, wenn Schnelligkeit und Vorschub nicht stimmen.
Prozessschritte
Ein kontrollierter CNC-Senkprozess beginnt mit der Überprüfung der Befestigungsanforderungen und der Zeichnungsvorgaben. Anschließend fertigt der Bediener das Vorbohrloch und erzeugt die Konusform mit einem Werkzeug, das dem geforderten Winkel entspricht. Eine Erststückinspektion ist wichtig, denn selbst eine geringe Änderung der Z-Tiefe kann den oberen Durchmesser einer konischen Form merklich beeinflussen.
- Bestätigen Sie den Schraubenstandard, den Kopfwinkel, den Kopfdurchmesser sowie das gewünschte Bündigkeitsergebnis.
- Bohren Sie das korrekte Vor- oder Freiraumloch unter stabiler Positionskontrolle.
- Verwenden Sie ein scharfes Senkwerkzeug oder eine Fasenfräse mit dem vorgesehenen Winkel.
- Passen Sie die Tiefe mittels Werkzeugversatz, Testdrehung und Inspektionsrückmeldung an.
- Prüfen Sie die Schraubenauflage, Grate, Durchmesser sowie die sichtbare Oberflächengüte.
Werkzeugoptionen
Zu den gängigen Werkzeugen gehören Einzugschraubendreher, Mehrfachschraubendreher, Fasenfräser, Zentrierbohrer sowie kombinierte Bohr‑/Schraubendreher-Werkzeuge. Einzugschraubendreher können in manchen Anordnungen das Rattern verringern, während Mehrfachschraubendreher produktiv eingesetzt werden können, wenn Maschine, Spannvorrichtung und Vorschub stabil sind. Die beste Wahl hängt von Material, Toleranz, Stückzahl und Oberflächenanforderungen ab.
Was sollten Konstrukteure für Senkloch‑Bohrungen festlegen?
Eine klare Zeichnung verhindert die meisten Probleme bei Senkloch‑Bohrungen. Der Lieferant sollte nicht raten müssen, ob das Loch für eine metrische Flachkopfschraube, eine Zoll‑Flachkopfschraube oder einen Spezialbefestiger vorgesehen ist. Eine gute Zeichnung legt die Größe des Vorbohrlochs, den Senkwinkel, den Senkdurchmesser sowie die Toleranz fest. Wenn die Schraube bündig oder leicht unter der Oberfläche liegen muss, sollte dieser Zustand ebenfalls in messbaren Maßen angegeben werden.
Wesentliche Zeichnungsdaten
Die praktischste Kennzeichnung enthält den Durchmesser des Vorbohrlochs sowie den Durchmesser und den Winkel des Senklochs. Die Tiefe kann ergänzt werden, doch der Durchmesser an der Oberfläche ist oft leichter zu überprüfen. Ist das Erscheinungsbild der Montage entscheidend, kann die Zeichnung eine Auflagehinweis mit dem tatsächlichen Befestigungselement enthalten, etwa bündig bis zu einem definierten Bereich unterhalb der Oberfläche. So wird eine subjektive Prüfung während der Produktion vermieden.
Toleranz- und Oberflächenbeschaffenheitshinweise
Die Toleranz sollte der Funktion entsprechen. Eine dekorative Abdeckung benötigt möglicherweise ein gleichmäßiges Erscheinungsbild, während eine dichtende oder gleitende Oberfläche strengere Anforderungen an die Bündigkeit und die Gratausführung stellt. Auch die Oberflächenbehandlung spielt eine Rolle. Eloxieren, Plattieren, Kugelstrahlen oder Polieren können die sichtbare Kante oder die Schraubenauflage verändern. Ist das Aussehen wichtig, sollten Entgratungs‑ und Oberflächenbearbeitungswünsche klar festgelegt werden.
Konstrukteure sollten zudem sicherstellen, dass das Senkloch nicht in benachbarte Geometrien übergeht. Große Kegel in der Nähe von Kanten, Taschen, dünnen Wänden oder Dichtungsnuten können Schwachstellen oder unerwartete optische Mängel verursachen.
Wie unterscheiden sich Senkloch‑Bohrungen von anderen Bohrungsmerkmalen?
Senkloch‑Bohrungen werden häufig mit konischen Bohrungen, gefasten Bohrungen und aufgesetzten Flächen verwechselt, da alle diese Merkmale die Oberseite eines Lochs verändern. Der Unterschied liegt im Zweck: Ein Senkloch nimmt eine konische Flachkopfschraube auf; eine konische Bohrung schafft eine flache Vertiefung für eine Innensechskantschraube oder ähnliche Befestigungen; eine Fase dient hauptsächlich zum Abrunden einer Kante; eine aufgesetzte Fläche bildet eine ebene Auflagefläche auf einer unebenen Oberfläche.
Funktionsvergleich
Der folgende Vergleich hilft Konstrukteuren, beim Erstellen von CNC‑Bearbeitungszeichnungen den richtigen Begriff zu verwenden. Die Verwendung eines falschen Merkmalnamens kann zu Verzögerungen bei der Angebotserstellung, fehlerhafter Werkzeugauswahl oder einem Bauteil führen, das sich nicht mit der ausgewählten Hardware montieren lässt.
| Merkmal | Form | Hauptfunktion | Häufige Bedenken |
| Senkloch | Konische Vertiefung | Aufnimmt einen Flachkopfbefestiger bündig | Winkel und Durchmesser müssen mit der Schraube übereinstimmen. |
| Kegelloch | Zylindrische Vertiefung mit flachem Boden | Vertiefungen für Innensechskantschrauben | Erfordert ausreichende Dicke und Auflagefläche. |
| Fasenloch | Kleine abgeschrägte Kante | Entlastet scharfe Kanten oder erleichtert das Einführen | Kein kontrollierter Befestigungssitz. |
| Aufsetzloch | Flache, flache Auflagefläche | Schafft eine ebene Auflagefläche | Wird auf rauen, gekrümmten oder gegossenen Oberflächen eingesetzt. |
Auswahlregel
Wählen Sie ein Senkloch nur dann, wenn die Befestigungsschraube einen konischen Kopf besitzt und bündig sitzen muss. Wählen Sie eine konische Bohrung, wenn der Schraubenkopf eine flache Vertiefung und mehr Auflagefläche benötigt. Wählen Sie eine Fase, wenn das Ziel das Entgraten oder das Einleiten ist. Wählen Sie eine aufgesetzte Fläche, wenn die umgebende Oberfläche eine saubere, ebene Auflagefläche erfordert.
Diese Unterscheidung ist insbesondere beim Erstellen von Angeboten von großer Bedeutung. Ein Senkkopf kann einen anderen Fräser und eine größere Materialstärke erfordern, während eine leichte Fase deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als ein kontrollierter Senker.
Eine einfache Entscheidungsgrundlage ist die Form des Befestigungskopfes: Konische Köpfe benötigen Senkbohrungen, zylindrische Köpfe benötigen Senkköpfe, und Löcher ohne Sitzfunktion benötigen in der Regel lediglich Fasen oder eine leichte Entgratung.
Welche Bearbeitungsprobleme gibt es und wie lassen sie sich lösen?
Senkbohrungen können schwierig sein, da kleine Fehler leicht sichtbar werden. Häufige Mängel sind Schwingspuren, aufstehende Grate, zu große Durchmesser, falsche Winkel, schlechter Schraubensitz sowie uneinheitliche Tiefen innerhalb eines Lochmusters. Diese Probleme beeinträchtigen zwar möglicherweise nicht die Hauptabmessungen des Teils, können jedoch den Zusammenbau verhindern oder das Erscheinungsbild als minderwertig erscheinen lassen. Ein zuverlässiger Prozess kombiniert präzise Konstruktionshinweise, scharfe Werkzeuge, stabiles Zerspanen sowie eine Überprüfung des ersten gefertigten Teils.
Häufige Herausforderungen
Schwingungen entstehen durch Vibrationen, stumpfe Werkzeuge, unzureichende Vorschübe, geringe Steifigkeit oder ungeeignete Spiralgeometrie. Grate bilden sich, wenn das Werkzeug das Material eher reibt oder schiebt statt zu schneiden. Tiefenabweichungen treten auf, weil sich der Kegeldurchmesser schnell ändert, sobald das Werkzeug tiefer vordringt. Dünnes Material stellt eine weitere Herausforderung dar, da ein zu großer Senker die Umgebung des Lochs schwächen kann.
Praktische Lösungen
Verwenden Sie das passende Winkelwerkzeug, halten Sie die Schneide scharf und prüfen Sie das erste Teil mit dem vorgesehenen Befestigungselement. Passen Sie Drehzahl, Vorschub und Werkzeugart an, sobald Schwingungen auftreten. Definieren Sie die Inspektion entsprechend durch Senkbohrungsdurchmesser, Go/No-Go-Schraubensitz, optische Messung oder Tiefenmessgerät – je nach Bedarf. Konstrukteure können helfen, indem sie ausreichend Material um das Loch belassen und überdimensionierte Senkbohrungen in der Nähe von Kanten, Taschenwänden oder Dichtungsnuten vermeiden.
Die Lösung sollte nicht allein nach dem äußeren Erscheinungsbild, sondern nach der Ursache ausgewählt werden. Ein grober Kegel könnte ein schärferes Werkzeug erfordern, doch ungleiche Schraubenhöhen könnten eine Überprüfung der Zeichnung, eine Schraubenkontrolle oder eine Anpassung des Werkzeugoffsets nötig machen.
Fazit
Senkbohrungen sind funktionale CNC-Bearbeitungsmerkmale, die dazu dienen, Flachkopfbefestigungen bündig mit der Oberfläche eines Teils einzusetzen. Sie verbessern den Freiraum, das Erscheinungsbild, die Sicherheit und die Montagequalität, erfordern jedoch den richtigen Winkel, Durchmesser, Vorbohrung, Werkzeugzustand sowie eine geeignete Prüfmethode. Für zuverlässige Ergebnisse sollten Konstrukteure den Befestigungsstandard und die Anforderung an die Bündigkeit festlegen, während Hersteller Grate, Schwingungen, Tiefenabweichungen und Oberflächeneffekte streng kontrollieren.
FAQ
Die folgenden Antworten behandeln häufige Fragen zu Konstruktion, Bearbeitung und Prüfung, die Käufer und Ingenieure vor der Bestellung von CNC-bearbeiteten Teilen mit Senkbohrungen oft stellen.
Werden Senkbohrungen immer erst nach dem Bohren angefertigt?
In der Regel ja. Das Pilot- oder Freiraumloch wird normalerweise zuerst gebohrt, und anschließend wird die Senkbohrung bearbeitet, damit das konische Werkzeug zentriert im Loch bleibt. Bei Gewindelöchern kann die genaue Reihenfolge abweichen, um Grate am Gewindeeingang zu reduzieren; dennoch werden Bohren und kontrolliertes Senken weiterhin als getrennte Arbeitsschritte betrachtet.
Was passiert, wenn der Winkel der Senkbohrung falsch ist?
Der Schraubenkopf kann nur einen Teil des Konus berühren, wodurch ein Spalt entsteht, eine ungleichmäßige Spannung auftritt oder der Schraubenkopf zu hoch sitzt. Das Bauteil mag auf den ersten Blick noch nahe liegen, doch die Montagequalität kann schlecht sein. Die Zeichnung sollte den eingeschlossenen Winkel festlegen, und der Lieferant sollte ein entsprechendes Werkzeug verwenden.
Kann eine Senkung nur zum Entgraten verwendet werden?
Ein Senkwerkzeug kann eine Kante brechen, doch ein funktionsgerechtes senkges Loch ist nicht dasselbe wie leichtes Entgraten. Beim Entgraten werden scharfe Kanten entfernt. Ein senkges Loch dagegen schafft eine kontrollierte konische Auflagefläche für eine Flachkopfschraube; daher müssen Winkel, Durchmesser, Tiefe sowie der Sitz der Schraube überprüft werden.
Warum sitzt eine Schraube nach dem Senken immer noch erhoben?
Häufige Ursachen sind ein zu kleiner Senkdurchmesser, ein falscher Winkel, Grate, Ablagerungen durch Beschichtungen, Schwankungen bei den Schrauben oder Verschleiß des Werkzeugs. Die Lösung besteht darin, die Norm für das Befestigungselement zu prüfen, den oberen Durchmesser zu messen, den Zustand der Kante zu inspizieren und die tatsächliche Schraube zu testen. Für die Serienproduktion sollte die bündige Ausführung in der Zeichnung festgelegt werden.